Anlässlich eines Bauvorhabens in der Bonner Innenstadt erhielten Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c sowie des Geschichtskurses der Q1 die Gelegenheit, eine aktuelle archäologische Grabungsstelle zu besichtigen. Der Architekt des Bauvorhabens, Herr Schevardo, erläuterte zunächst anhand von Bauzeichnungen die Planung für den Neubau eines Bürogebäudes und welche Folgen das Auffinden archäologischer Überreste für den Fortgang der Bautätigkeit haben kann.
Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler die gerade ausgehobene Grube betrachten. Nach einer kurzen Einführung in das Berufsbild des Archäologen erklärte die Chef-Archäologin Frau Grohmann den Schülerinnen und Schülern, wie bei einer Grabung vorgegangen wird. Die leitende Archäologin der Grabungsstelle, Frau Lammerich-Long, zeigte den Schülerinnen und Schülern Funde, die im Verlauf der Grabung bereits gesichert werden konnten und erläuterte diese. Um die Vielfalt möglicher Funde im Köln-Bonner Raum zu veranschaulichen, präsentierte Frau Grohmann noch weitere Funde sowie Repliken von anderen Grabungsstellen. Diese durften die Schülerinnen und Schüler auch anfassen und genau betrachten.
Highlight des Grabungsbesuches war aber sicherlich das Angebot an die Schülerinnen und Schüler, den Aushub neben der Grabungsstelle einmal selbst zu untersuchen. Sofort gingen eifrige Hobby-Archäologen ans Werk und fanden zahlreiche interessante Stücke, die sie von den Archäologinnen begutachten ließen. Neben eher neuzeitlichen Glas- und Porzellanscherben befanden sich darunter tatsächlich auch Ziegel- und Gefäßteile aus der römischen Zeit. Durch die im Wortsinn „greifbaren“ Erfolge entstand geradezu eine Goldgräberstimmung, sodass es einigen schwerfiel, sich von der Ausgrabungsstätte zu lösen und den Rückweg zur Schule anzutreten.
Cordula Gimbel

