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Begegnung mit der Zeitzeugin Penina Katsir anlässlich des Holocaust-Gedenktages in der Friedrich-Ebert-Stiftung

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2020 hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen zu einer Begegnung mit der Holocaust-Überlebenden Penina Katsir eingeladen, an der die Geschichtskurse der Jahrgangsstufe Q2 teilnahmen.

Zeitzeugengespräch mit Penina KatsirIhr Bericht über ihre Familiengeschichte und ihre Erlebnisse im ukrainischen Getto während des Zweiten Weltkrieges war eingebettet in ein Gespräch mit dem Historiker Friedhelm Boll, der auch die anschließende Fragerunde moderierte. Ihm ist es ein Anliegen, den Blick auch auf die ost- und mitteleuropäischen Länder zu lenken, die am Holocaust beteiligt waren, in den Medien jedoch zumeist nicht erwähnt werden. Teile der Bevölkerung seien sehr judenfeindlich gewesen, worauf die Nationalsozialisten hätten aufbauen können.

Frau Katsir berichtete den Jugendlichen über die Deportation ihrer Familie aus der damaligen Bukowina (heute Rumänien) in das ukrainische Getto Mogilev. Die damals elfjährige Penina musste miterleben, dass Erwachsene und Kinder zu Zwangsarbeit herangezogen wurden und täglich aus Neue um das eigene Überleben kämpfen mussten. Hunger und Kälte begleiteten den Alltag. Frau Katsir beschrieb die Beschaffenheit des sogenannten „Judenbrotes“, das Bauern in der Umgebung aus den Resten von Getreidehülsen buken und bei den Gettobewohnern gegen deren letzte Habseligkeiten eintauschten. Der Bruder, der in einer Ölmühle anstelle eines Zugtieres den Mühlstein bewegen musste, durfte ab und zu die Reste der ausgepressten Sonnenblumenkerne aufsammeln. Gegen die Kälte legte sich die ganze Familie aneinandergeschmiegt auf den Boden der kaum möblierten Behausung und deckte sich mit einem Teppich zu. Dabei wärmten die Kinder die Füße der Großmutter, damit diese nicht abfroren. Alle Familienmitglieder waren an Typhus erkrankt und konnten sich nur mit Schnee etwas Linderung gegen das Fieber verschaffen. Immer wieder berichtete Frau Katsir von der Stärke ihrer Mutter, die auch der kleinen Penina in den buntesten Farben ausmalte, welch schöne Kleider sie ihr eines Tages wieder nähen würde.

Zeitzeugengespräch mit Penina Katsir TextWährend des Berichts war immer wieder zu spüren, wie sehr Frau Katsir das Erlebte auch so viele Jahre später noch belastet. Sie berichtete auch über ihre Auswanderung nach Israel und die Erfahrung, sich dort zum ersten Mal sicher vor Verfolgung zu fühlen. Ihren Entschluss, über das Erlebte zu schweigen, hat die heute 90jährige erst kurz vor ihrem achtzigsten Geburtstag auf Drängen ihrer Tochter gebrochen, die mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter wissen wollte. Auch ihren Geburtstag wollte sie bis dahin nicht feiern. Inzwischen stellt sie sich der Verarbeitung ihrer Vergangenheit und begreift es als Aufgabe und Verpflichtung, jungen Menschen darüber zu berichten.

In der anschließenden Fragerunde für die Schülerinnen und Schüler erwähnte Younes, dass immer wieder davon gesprochen würde, einen Schlussstrich unter die Geschichte des Holocaust zu ziehen. Die Begegnung mit Frau Katsir habe ihn aber darin bestärkt, dass dies nicht richtig sei, sondern die Beschäftigung mit dem Holocaust fortdauern müsse. Frau Katsir erläuterte, dass die heutige Jugend für sie nicht die Schuld oder Verantwortung für das damals Geschehene trage. Sie trage aber sehr wohl Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft, weshalb sie ihre Begegnungsarbeit noch so lange wie möglich fortführen wolle.
Die Begegnung mit Frau Katsir hat alle Anwesenden tief beeindruckt und die Schülerinnen und Schüler bekräftigten, angesichts des schwindenden Kreises der Zeitzeugen sehr froh über diese Gelegenheit gewesen zu sein.

C. Gimbel

   

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