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Lesung aus dem Roman „der Schuss“ von und mit Christian Linker im Haus der Geschichte

Am 28.01.2020 besuchte der Grundkurs Geschichte der Jahrgangsstufe Q1 von Frau Gimbel eine Lesung und ein darauffolgendes Gespräch mit dem Autor Christian Linker und der Psychologin und Historikerin Freya Elvert.

Das Haus der Geschichte hatte zusammen mit der Deutschen Pfadfinderschaft St Georg (DPSG) DV Köln und der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung DV Köln anlässlich des Internationalen Gedenktages an die Opfer des Holocaust mehrere Schulen eingeladen.

Lesung im Haus der GeschichteDer Holocaust war nicht nur deshalb „besonders“, weil er fast eine komplette Ethnie ausgerottet hat, sondern weil er viel umfangreichere Auswirkungen hatte als z.B. die psychologischen. Was erinnert wird und wie es erinnert wird, hängt von den Umständen der Gegenwart ab: „Nicht wir allein bestimmen, wann es genug ist, Folgerungen aus der Vergangenheit zu ziehen, die Leben und Glück einer so großen Zahl von Menschen vernichtet hat.“ (Alexander und Margarete Mitscherlich“.2

Ziel der Bildungsveranstaltungen anlässlich des Holocaustgedenktages ist es, Schüler auf die Grausamkeit des Holocaust aufmerksam zu machen und über sensible Themen wie Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu sprechen. Auch die Verharmlosung dieses dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte soll so verhindert werden. Außerdem stehen Toleranz und Akzeptanz von Menschen aller Ethnien, Religionen und sexuellen Orientierungen im Vordergrund.3

Bei der Lesung stellte der Autor Christian Linker sein Jugendbuch „Der Schuss“ vor. Der Roman handelt von einem 17-jährigem Jungen namens Robin, der in seinem Wohnblock Zeuge des Mords an einem Anhänger der rechtsgerichteten „Deutschen Alternativen Partei“ wird, deren Anführer Fred Kuschinski ein Kindheitsfreund von Robin ist. Die Rechten schieben den Mord dem sogenannten „Intensivtäter“ Hakan Topal in die Schuhe und nutzen die Bluttat, um Fremdenhass und Ängste zu schüren. Auch Robins Schwester Mel schließt sich der Bewegung an und besucht die täglichen Mahnwachen. Robin hat sich bislang aus allen Konflikten im Block rausgehalten, jetzt aber weiß er: Wenn er die Wahrheit ans Tageslicht bringen will, ist Wegschauen keine Option.1

Christian Linker las einen Abschnitt seines Romans vor und Freya Elvert kommentierte diesen aus psychologisch-historischer Sicht. Nach der Lesung hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen an Herrn Linker und Frau Elvert zu stellen. Jedoch wurden nur drei Fragen gestellt. Ibrahim fragte, wie Herr Linker auf die Namen der Figuren kam, da diese nicht die üblichen Namen für Jugendbücher seien. Herr Linker antwortete offen und ehrlich, dass er mal bei einer anderen Lesung an einer anderen Schule gefragt worden sei, weshalb er denn keine Namen wie „Murat“ oder „Mohammed“ verwende, da es heutzutage üblich sei ausländische Kinder bzw. Kinder mit Migrationshintergrund in der Klasse zu haben bzw. in seinem Umfeld. Er sagte außerdem, dass er Zuhause ein Buch mit Kindernamen habe und dass er dieses Buch öfter für Inspirationen nutze.

Ein Lehrer einer anderen Schule fragte, wie man denn mit Rechtsextremen umzugehen habe und ob man jemanden von der AFD einladen könne, um eine kritische Auseinandersetzung zu führen. Meine Frage an Herr Linker war, ob seine Bücher „Der Schuss“ und „Dschihad Calling“ einen Zusammenhang haben, da beide eine ähnliche Thematik behandeln. Sein Buch „Dschihad Calling“ hatte er bereits im Jahr davor an unserer Schule vorgelesen und umso interessanter ist es für mich gewesen nachzufragen, ob die Bücher aufeinander basierten. Seine Antwort war, dass er bei „Dschihad Calling“ nicht persönlich betroffen gewesen sei – er sei kein Muslim, es sei nicht seine Religion, die missbraucht werde, somit konnte er aus einer gewissen Distanz heraus schreiben. Diesmal hingegen sei er mittendrin im Thema gewesen. Die Rechten würden Wörter und Begriffe in ihren Besitz bringen , sie würden unsere Kultur verengen, einhegen, spalten. Dieser Angriff auf die Kultur, insbesondere auf die Sprache, habe ihn herausgefordert, weshalb er diese Bücher geschrieben habe.

Nach dieser Frage war die Lesung beendet, wir applaudierten den Moderatoren, Herrn Linker und Frau Elvert und bedankten uns für diese interessante Veranstaltung.

Elif Çinar, Q1


1 https://www.perlentaucher.de/buch/christian-linker/der-schuss.html. 

2 Alexander u. Margarete Mitscherlich, Die Unfähigkeit zu trauern, S. 41.

3 https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/die-deutsche-nachkriegsgesellschaft-und-der-holocaust/. 

 

   

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