Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bonn
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Evangelischer Religionskurs der Q2 als Schülerjury des Deutschen Predigtpreises

Schlerjury-2 690Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten zunächst Kriterien für eine gute Predigt und wählten einen Favoriten aus den bisher eingegangenen 27 Predigten aus. Ihre Wahl fiel auf die Predigt des langjährigen Bad Godesberger Pfarrers Ernst Jochum, die er Ende vergangenen Jahres in der Namen-Jesu-Kirche im Gedenken an Menschen, die ohne Trauerfeier beerdigt wurden, gehalten hatte. Drei Schülerinnen und Schüler aus dem beteiligten Religionskurs berichten über dieses außergewöhnliche Unterrichtsprojekt:

"Vor 14 Jahren wurde zum ersten Mal der deutsche Predigtpreis für besonders herausragende Predigten verliehen. Dieses Jahr gab es erstmals, neben der Expertenjury, auch eine SchülerInnen-Jury.

Ins Leben gerufen wurde die SchülerInnen-Jury von dem Vorsitzenden des Predigtpreises Herrn Thielmann und Herrn Mann, der von der Idee so begeistert war, so dass er uns, seinen evangelischen Religionskurs der Q2, von diesem Projekt überzeugte.

In Dreiergruppen erhielten wir zunächst die Aufgabe, Kriterien für eine gute Predigt zu sammeln. Diese wurden abgeglichen mit "offiziellen" Kriterien.

In einem ersten Schritt bekamen diese Dreiergruppen von den insgesamt 27 zugesandten Predigten drei zur Begutachtung, von denen jeweils eine in die nächste Runde kam. Dann bekamen drei Dreiergruppen jeweils die drei gleichen Predigten, sodass wir uns nicht nur innerhalb der eigenen Dreiergruppe einigen mussten, sondern unseren Favoriten auch in einer Diskussion gegenüber den anderen beiden Gruppen verteidigen mussten. Eine Abstimmung war nicht erlaubt. Wir mussten zu mindestens alle irgendwie damit einverstanden sein. In der letzten Runde bekamen alle Gruppen die drei übrig gebliebenen Predigten. Sie wurden zunächst innerhalb der Gruppen diskutiert. In der abschließenden Plenumsdiskussion wurde der Sieger ermittelt: Die Predigt von Pfarrer i. R. Ernst Friedrich Jochum, die er letztes Jahr zum Gedenken an all jene hielt, die auf Veranlassung der Stadt Bonn ohne Trauerfeier beerdigt werden.

Schlerjury-3 690Seine Predigt überzeugte uns nicht nur formal durch eine klare Strukturierung und gute Verständlichkeit, sondern vor allem durch das tiefgehende Beschäftigen mit dem Thema Tod, welches von allen Seiten beleuchtet wurde. Dies ist der Grund, warum wir sie mit einem recht eindeutigen Ergebnis zum Sieger kürten.

Die Präsentation der Unterrichtsreihe einschließlich der Bekanntgabe der von den Schülern und Schülerinnen gewählten Gewinnerpredigt fand am Montag, den 31. März um 8 Uhr im Oberstufenanbau statt. Neben den beiden Religionskursen der Q2 sowie dem Juryvorsitzenden Wolfgang Thielmann und anderen Mitgliedern der Expertenjury, waren auch Frau Auen und Herr Mann anwesend.

Zunächst eröffnete Herr Mann die Veranstaltung und wurde von Herr Thielmann abgelöst, der eine kurze Rede hielt, in der er sowohl das Engagement des evangelischen Religionskurses lobte, als auch kurze Einblicke in das Arbeiten der Expertenjury gab. Dabei stellte sich heraus, dass diese ein ähnliches Verfahren anwendet, wie wir es in unserer zweiten und dritten Abstimmungsphase getan haben. Auch sie gehen nach dem Prinzip der Einmütigkeit vor, was bedeutet, dass man sich statt Abstimmung durch überzeugende Diskussion und Nicht-Ablehnung auf einen Gewinner einigt. Des Weiteren gab er an, dass die Expertenjury bis jetzt noch keine einheitlichen Kriterien zur Bewertung der Predigten habe.

Außerdem erzählte er von einer Predigt, die ihn vor einigen Jahren sehr beeindruckt hatte und maßgeblich an der Entstehung des Predigtpreises beteiligt war. Diese lief einmal im Radio zwischen zwei Songs und schaffte es in ca. zwei Minuten alles Wichtige zu bündeln. Entstanden ist der Preis letzten Endes als Abwandlung eines schon bestehenden Rednerpreises. Zudem betonte er die Schwierigkeit, eine Predigt überhaupt zu bewerten, ohne sie hören zu können.

Es folgte eine Schülergruppe, die ausführlich kriteriengeleitet begründete, warum die Predigt von Pfr. Jochum das Rennen machte. Danach wurde sie von zwei weiteren Schülern abwechselnd vorgelesen, um vor allem dem Publikum die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild von dieser Predigt zu machen und dabei die vorher erwähnte, durchaus subjektiven Bewertungskriterien in die eigene Wahrnehmung mit einfließen zu lassen.

Danach bekamen einige SchülerInnen die Möglichkeit, Feedbacks zur gesamten Unterrichtseinheit abzugeben, z.B. zu Arbeitstechniken und Methoden zur Analyse und Bewertung von Predigten, aber auch ihre persönliche Meinung bezüglich der drei am besten bewerteten Predigten. Eine Schülerin beispielsweise kritisierte die Siegerpredigt und stellte fest, dass eigentlich nur eine früh ausgeschiedene Predigt ihrer Meinung nach wirklich einen Preis verdient hätte, da sie Raum für Eigeninterpretation und Kritik ließ sowie den Leser/Zuhörer zum Nachdenken anrege. Dennoch kam sie zu dem Schluss, dass Herr Mann recht hatte, als er in der ersten Stunde meinte, er hätte etwas ganz Außergewöhnliches ergattert.

Pfarrer Jochum war sehr erfreut und bedankte sich bei uns für unsere begründete Entscheidung. Zudem machte er direkt den Vorschlag für ein neues Projekt: Eine gemeinsame Predigt erarbeiten, und zwar ein Pfarrer zusammen mit dem evangelischen Religionskurs.

Natürlich hoffen wir, dass unser Favorit auch im November den eigentlichen Predigtpreis gewinnt, zu dessen Verleihung wir von den Organisatoren herzlich eingeladen wurden."

 

   

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