Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bonn
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Der rebellische Mönch zu Gast im NCG

Christian Nürnberger 600"Hier stehe ich, ich kann nicht anders." Das waren die Worte Martin Luthers auf dem Reichstag zu Worms, der im Jahr 1521 stattfand. Auf diesem Reichstag sollte Luther für sein Gedankengut zur Rechenschaft gezogen werden. Die Obrigkeit wollte, dass er seine Gedanken widerrief. Sonst drohte ihm der der Scheiterhaufen, wie rund einhundert Jahre zuvor Jan Hus, der als Ketzer verurteilt wurde. Auf Luther, seine Zeit und dessen Bedeutung für die unsrige ging Christian Nürnberger ein, als er am 6. Oktober 2017 aus seinem Buch "Der rebellische Mönch, die entlaufene Nonne und der größte Bestseller aller Zeiten" im Nicolaus-Cusanus-Gymnasium vor den Philosophie- und Religionskursen der Jahrgangsstufe Q1 vorlas.

Diese waren zuvor durch im Philosophieunterricht von Frau Hanf und Herrn Keune sowie im Religionsunterricht von Frau Pfarrerin Maurer und Frau Giesberts auf das Thema der Lesung vorbereitete worden.

Aber warum konnte die Reformation zu diesem Zeitpunkt gelingen, obwohl noch hundert Jahre zuvor ein anderer Gelehrter aufgrund seiner reformerischen Gedanken sein Leben auf dem Scheiterhaufen einbüßte? Darauf gab Autor Christian Nürnberger Antworten. Der Papst in Rom hatte den rebellischen Mönch Martin Luther einfach unterschätzt. De Bedrohung durch das osmanische Reich und die Suche nach einem neuen Kaiser lenkten ihn ab. Die Erfindung des Buchdrucks, die dafür sorgte, dass Luthers Gedanken und Schriften eine für die Zeit schnelle und weite Verbreitung fanden, schätzte er nicht richtig ein. In seiner Bedeutung lässt sich die damalige Erfindung des Buchdrucks mit der Erfindung des Internets heutzutage gleichsetzen.

In den Anfängen des Buchdrucks spielte Luthers Schriften eine entscheidende Rolle. Sie machten etwa ein Drittel des Gedruckten in dieser Zeit aus. Außerdem wirkte ein guter Freund Luthers, Lucas Cranach der Ältere, als eine Art PR-Agent. Durch seine Technik der Vervielfältigung stellte er viele Bilder von Luther her. Diese waren im ganzen Land und darüber hinaus bekannt. Das Volk erkannte den Mönch wider, als er sich auf seine Reise zum Reichstag nach Worms machte.

Nach dem Showdown in Worms wurde die Reichsacht über Luther verhängt. Mit seinen Worten hatte er die Herrschaft der Kirche in Frage gestellt, regelrecht gesagt „Ihr seid abgesetzt!“. Er wurde als "vogelfrei" erklärt. Das bedeutete: Jeder der wollte, konnte ihn erschlagen, ohne ein entsprechende Strafe befürchten zu müssen. Dass es dazu nicht kam, verdankte Luther dem Kurfürsten Friedrich dem Weisen. Der versteckte den Mönch unter dem Namen Junker Jörg auf der Wartburg. Offiziell ließ er verlauten, dass Martin Luther erschlagen worden wäre. Auf der Wartburg dann übersetzte Luther die Bibel ins Deutsche und machte sie so dem Volk zugänglich.

Mit vielen Analogien zur Gegenwart macht Christian Nürnberger die Geschichte um die Reformation für Jugendliche und Erwachsene in seinem Buch greifbar. Dafür wurde das Buch mit dem EMYS-Sachbuchpreis (Monatspreisträger) ausgezeichnet. Für sein Buch "Mutige Menschen: Widerstand im Dritten Reich" erhielt er 2010 den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Dabei wurde Christian Nürnberger das Schreiben nicht zwingend in die Wiege gelegt. Als Sohn einer Bauernfamilie sollte er der Hof weiterführen. Allerdings nahm er mit 13 Jahren seine Bildung selber in die Hand, indem er sich selbst an einer Realschule mit der gefälschten Unterschrift seiner Eltern angemeldet habe. Nach der Schule absolvierte er eine Lehre zum Laboranten, ging danach vier Jahre zur Bundeswehr. Auf dem zweiten Bildungsweg studierte er vier Semester evangelische Theologie, Philosophie und Pädagogik. Dann wurde er an der renommierten Henri-Nannen-Journalistenschule aufgenommen. Seine Journalistenlaufbahn begann als Lokalreporter bei der Frankfurter Rundschau. Später schrieb er als freier Autor für die "Süddeutsche Zeitung" und für "Die Zeit". Zusammen mit seiner Frau Petra Gerster hat er schon viele Bücher verfasst zu Themen der Politik und der Religion.

Text und Foto: S. Kunze

   

Meinungssplitter  

  • "Das NCG ist MINT-EC-Schule, das heißt, das NCG ist aufgenommen in das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit ausgeprägtem MINT- Profil (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Das eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an spannenden Wettbewerben, Exkursionen und mehrtägigen, deutschlandweiten MINT-EC Camps teilzunehmen."

    Svenja Rott, Leiterin des MINT-Zweiges

  • "Sehen Sie sich CUSANUS Intern, unsere Schulschrift, an! Da bekommen Sie einen guten Eindruck vom Leben und Lernen am NCG. Das aktuelle Heft ist im Sekretariat erhältlich."

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  • "Danke für die gute Beratung. Sie haben alle unsere Fragen beantwortet."

    Eltern, die mit ihrem Kind zum Vorstellungsgespräch gekommen sind.

  • "Ich hatte Freunde aus der ganzen Welt!"

    Ein NCG-Abiturient bei seiner Abschlussrede zur Zeugnisverleihung 2013

  • "Sie alle kennen die Fragen: Hast du keinen Platz mehr für deine Tochter an einer Privatschule bekommen oder warum geht sie aufs NCG? Als ich vor acht Jahren den Tag der offenen Tür am NCG besuchte, wurde mir klar: Hier lebt und lernt eine bunt gemischte internationale Gemeinschaft miteinander. Das wollte ich für meine Kinder und ich bin immer noch überzeugt von meiner Entscheidung."

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  • "Das NCG hat gleich mehrmals die beste Schülerin oder den besten Schüler der Stadt Bonn und des Landes Nordrheinwestfalen hervorgebracht und liegt im Spitzensegment regelmäßig über dem Landesdurchschnitt."

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