Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bonn
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Wollen Sie nicht ein Buch über meine Geschichte schreiben?

Lutz van Dijk im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen.Es schien eine Lesung wie jede andere zu sein. Lutz van Dijk besuchte eine südafrikanische Schule. Doch am Ende der Veranstaltung kam eine Lehrerin auf ihn zu und sagte ihm, eine Schülerin wolle sich noch mit ihm unterhalten. Etwas verwundert, schließlich hatten die Schüler Zeit zum Fragen gehabt, sagte er zu. Er wartete in der Cafeteria auf das Mädchen. Thina kam und erzählte ihm ihre Geschichte. Keine Geschichte wie jede andere.

Die Schülerin Thina ist die Protagonisten des Romans "Township Blues", der im Mittelpunkt einer Lesung des Rheinischen Lesefestivals Käpt’n Book, die am 7. November 2016 im Nicolaus-Cusanus-Gymnasium stattfand. Lutz van Dijk kam aus Südafrika und erzählte den Kinder vom Leben auf dem schwarzen Kontinent.

Zwar steht im Roman "Township Blues", dass alle Personen fiktiv seien in diesem Roman, aber das stimmt nicht ganz. Es war ein Versprechen, das van Dijk der Mutter von Thina gab. Denn Thina berichtete van Dijk von ihrem Leben, ihrer Vergewaltigung und ihrer HIV-Infektion. Mit ihrem Schicksal ist sie in den Township Südafrikas nicht allein . Aber niemand spricht darüber, das Thema wird tot geschwiegen. Genau dieses Schweigen wollte Thina durchbrechen. Sie wollte, dass auch andere Mädchen ihre Geschichte erfahren.

Ihre Erfahrungen hat sie in zwei Heften notiert, ihren Schmerz quasi von der Seele geschrieben. Die beiden Hefte übergab sie dann dem Autor. Er zögerte zunächst, ließ sich aber dann darauf ein. Die Hefte bilden die Grundlage für das Buch. Drei bis vier Kapitel übernahm van Dijk direkt aus Thinas Aufzeichnungen. Der Roman gewann den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001. Der Erlös geht an Thina und ihre Familie.

Zur Lesung waren die Klassen 9a und 9b geladen. Zuvor haben sich die Schüler und Schülerinnen im Politik- und Biologieunterricht mit dem Roman und dem Thema AIDS/HIV auseinandergesetzt. Entsprechend vorbereitet zog Lutz van Dijk die Diskussion dem Lesen vor und suchte das direkte Gespräch mit seinen Zuhörern. "Welche Sprachen könnt ihr sprechen?" Die zahlreichen Wortmeldungen zeigten die große Vielfalt am NCG. "Es ist ganz wichtig, die eigene Sprache zu können", stellt van Dijk fest. Auch die Kinder in den Townships haben eine eigene Sprache. In ihr gibt es drei verschiedene Klicklaute, die die Buchstaben c, x und q ersetzen. Und schon ahmt das Auditorium die Sprache nach.

Der Dialog weitete sich aus, von der Sprache zu den poltischen Verhältnissen, die mal in Südafrika geherrscht haben. Van Dijk erklärte das Wort "Apartheit", das aus dem Holländischen kommt und so viel bedeutet wie "Trennung". Es gab eine Trennung nach Hautfarbe in dem Land, wobei 15 Prozent der Bewohner eine helle Haut hatten und 85 Prozent eine dunkle. Diese Mehrheit hatte keine Wahl. Ihr wurde vorgeschrieben, wo sie zu wohnen hatte, wo sie zur Schule gehen musste. Van Dijk protestierte gegen diese Verhältnisse in einer Unterschriftenliste von Amnesty International. Die Antwort des Staates kam rasch. Er erhielt einen Brief von der Südafrikanischen Botschaft mit einem Satz: "Sehr geehrter Herr van Dijk, Sie sind in Südafrika unerwünscht."

Der Autor Lutz van Dijk zu Besuch am NCG.Ein besonderes Anliegen ist van Dijk das HOKISA-Heim. HOKISA steht für Home for Kinds in South Africa. Es ist ein Ort für Kinder mit AIDS, die ihre Eltern verloren haben. Der Autor berichtete von den Zeiten, in denen es schwierig war, lebenserhaltende Medikamente für diese Kinder ins Land zu bringen. Sie mussten geschmuggelt werden, denn es war verboten, antiretrovirale Medikamente nach Südafrika zu importieren. Mit den geschmuggelten Medikamenten rettete seine Organisation das Leben vieler Kinder. Statt die Krankheit mit Medikamenten zu bekämpfen, empfahl die südafrikanische Regierung den Betroffenen damals, viel Gemüse als Gegenwehr für AIDS zu essen. Dieses Verbot ist mittlerweile aufgehoben und die notwendigen Medikamente können legal importiert werden. Das HOKISA-Heim stellte van Dijk zum Abschluss der Lesung im Nicolaus-Cusanus-Gymnasium noch in einem kurzen Film der Schülern und Schülerinnen vor.

Text und Fotos: S. Kunze

   

Meinungssplitter  

  • "Das NCG ist MINT-EC-Schule, das heißt, das NCG ist aufgenommen in das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit ausgeprägtem MINT- Profil (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Das eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an spannenden Wettbewerben, Exkursionen und mehrtägigen, deutschlandweiten MINT-EC Camps teilzunehmen."

    Svenja Rott, Leiterin des MINT-Zweiges

  • "Sehen Sie sich CUSANUS Intern, unsere Schulschrift, an! Da bekommen Sie einen guten Eindruck vom Leben und Lernen am NCG. Das aktuelle Heft ist im Sekretariat erhältlich."

    Anne Hintzen, Redaktionsmitglied CI

  • "Danke für die gute Beratung. Sie haben alle unsere Fragen beantwortet."

    Eltern, die mit ihrem Kind zum Vorstellungsgespräch gekommen sind.

  • "Ich hatte Freunde aus der ganzen Welt!"

    Ein NCG-Abiturient bei seiner Abschlussrede zur Zeugnisverleihung 2013

  • "Sie alle kennen die Fragen: Hast du keinen Platz mehr für deine Tochter an einer Privatschule bekommen oder warum geht sie aufs NCG? Als ich vor acht Jahren den Tag der offenen Tür am NCG besuchte, wurde mir klar: Hier lebt und lernt eine bunt gemischte internationale Gemeinschaft miteinander. Das wollte ich für meine Kinder und ich bin immer noch überzeugt von meiner Entscheidung."

    Claudia Reifenberg, Schülerinnenmutter bei ihrer Abiturrede 2015

  • "Das NCG hat gleich mehrmals die beste Schülerin oder den besten Schüler der Stadt Bonn und des Landes Nordrheinwestfalen hervorgebracht und liegt im Spitzensegment regelmäßig über dem Landesdurchschnitt."

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  • "Wenn Leute über das NCG urteilen, frage ich sie manchmal: Kennen Sie uns oder reden Sie nur über uns?"

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